..:: Das Urgestein ::..  
 

Ohne "Herzstück" ins Mittelfeld

LINDAU - Obwohl mit Franz Gebhard ein echtes Urgestein des TSV Oberreitnau die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat, ist Trainer Wolfgang Flachs überzeugt, dass er wieder eine schlagkräftige Truppe in die Runde schicken kann. "Doch der vierte Platz der vergangenen Saison wird kaum zu Toppen sein."

"Er war so was wie das Herzstück des TSV", meint Trainer Wolfgang Flachs. 534 mal lief Franz Gebhard im Trikot der Oberreitnauer auf den Platz, bevor er jetzt seine Karriere beendet hat. "Er hatte nicht nur spielerische Qualitäten, sondern war auch ein großer Kämpfer." Obwohl Gebhard eine Lücke hinterlasse, ist Flachs nach den Testspielen zuversichtlich.

Gegen einen Bezirksligisten verlor man knapp, gewann dann das Turnier in Achberg und schließlich konnte Oberreitnau die erste Runde im Pokal im Lokalderby gegen Schlachters für sich entscheiden. "Positiv ist, dass alle voll mitziehen", sagt Flachs. Neben Licht gebe es jedoch auch Schattenseiten, wie etwa die Abwehr. "Die muss noch wesentlich stabiler werden und vor allem dürfen wir nicht weiterhin immer in den ersten Minuten ein Gegentor kassieren", erinnert Flachs an das Oberreitnauer Schicksal der vergangenen Saison, als die Kicker regelmäßig einem frühen Rückstand hinterher laufen mussten. Das wollen auch die Oberreitnauer Torleute verhindern. Und da kann Flachs wirklich aus dem Vollen schöpfen: Mit Arnulf Ambs, Werner Assner, Florian Bayer und Uwe Künzel spekulieren gleich vier gute Keeper auf den "Posten zwischen den Pfosten".

Auch wenn diese Position gut besetzt ist, werde es keineswegs einfach für den TSV, da gibt sich Flachs keinerlei Illusionen hin. "Wir werden sicher nicht mehr so unterschätzt werden wie in der letzten Runde." Auch nicht von starken Teams wie Kressbronn, Ailingen und Fischbach, die zum Teil sehr viel in ihre Mannschaften investiert hätten.

Bei Oberreitnau habe man hingegen vor allem auf den Nachwuchs aus den eigenen Reihen gesetzt, der nach und nach ins Team integriert werde. "Und die Jungen zeigen sehr gute Ansätze", betont Trainer Wolfgang Flachs. "Auch wenn Franz Gebhard ein herber Verlust ist, muss uns nicht bange. Wir haben eine schlagkräftige Truppe und können sicherlich eine Tabellenplatz zwischen sechs und acht erreichen."

20.08.2001

Quelle: Lindauer Zeitung